Das Thema Wohnraum erhitzt die Gemüter und scheint das Rathaus kalt zu lassen. „Wir haben diverse Vorschläge gebracht, sei es die Freimachung von Verwaltungsnutzungen, der Ausbau von Dachgeschossen und die Überbauung von Stellflächen, gerade bei Discountern in der Innenstadt und nichts ist im Rathaus geschehen. Im Gegenteil: unsensibleNachverdichtung einiger Stadtteile wird jetzt den Bürgerinnen und Bürgern als einzige Chance präsentiert und Menschen, die sich in Ihrem Umfeld nicht mehr wohlfühlen werden dämonisiert. So geht es nicht weiter“, stellt Thomas H. Hock, stv. Fraktionsvorsitzender, klar.„Wir müssen nachverdichten und benötigen den Wohnraum, jetzt aber kreative Lösungen auszublenden und nicht einmal zu prüfen ist fahrlässig. Bürgerinnen und Bürger, die sich beschweren haben das Recht dazu und müssen gehört werden, erst Recht, wenn alternative Lösungen noch gar nicht geprüft wurden. Ich selber habe im Planungsausschuss im Februar eine klarere Kommunikation mit den Betroffenen verlangt. Karlsruhe braucht für unsere vielen Dauerthemen wie zum Beispiel Gehwegparken, Nachverdichtung,Sicherheit und Sauberkeit eine viel klarere Strategie und eine pro-aktive Kommunikation“, präzisiertFraktionsvorsitzender Tom Hoyem. „Eine Wohnraumoffensive ist längst überflüssig“, konstatiert Fraktionsmitglied Karl-Heinz Jooß„Wir dürfen es nicht zulassen, dass das soziale Ungleichgewicht in unserer Stadt zunimmt. Bezahlbarer Wohnraum muss jetzt ganz oben auf die Tagesordnung.“In einem ersten Schritt fordert die FDP-Fraktion nun die Aufstellung eines Kriterienkatalogsfür die Überprüfung von überbaubaren Discounter-Stellplätzen im Innenstadtgebietsowie eine Prüfung der von der Verwaltung genutzten Gebäude, die im Innenstadtbereich für Wohnraum freigemacht und umgenutzt werden könnten.

Tom Hoyem  Thomas H. Hock   Karl-Heinz Jooß

PM-FDP-Wohnungsbau_Kritereinkatalog.pdf